Blickwinkel gehört niemandem
Kein Verlag, kein Investor, keine Partei. Blickwinkel wird von einer Person gebaut und betrieben und bislang vollständig aus eigener Tasche bezahlt. Das ist keine Bescheidenheit, sondern die Voraussetzung: Eine Plattform, die die politische Ausrichtung von Medien einordnet, kann sich nicht von jemandem finanzieren lassen, der ein Interesse am Ergebnis hat.
Die Fördermitgliedschaft wird gerade eingerichtet und ist in Kürze hier verfügbar. Bis dahin hilft alles, was weiter unten unter „Auch ohne Geld“ steht — vor allem gemeldete Fehleinstufungen.
Was dein Beitrag bezahlt
Blickwinkel verursacht laufende Kosten, ob jemand zahlt oder nicht. Es sind diese drei Posten.
- Betrieb. Server und Rechenzeit laufen rund um die Uhr. Aktuell im Betrieb: 123 Quellen, mindestens alle 30 Minuten abgefragt, übersetzt, geclustert und eingeordnet.
- Kalibrierung. Der wichtigste offene Punkt. Damit die Einstufungen nicht nur plausibel, sondern belegt sind, braucht es ein Testset, das mehrere Personen unabhängig voneinander von Hand annotieren. Das ist bezahlte Arbeit — und der Unterschied zwischen einer Behauptung und einem Messwert.
- Neue Quellen. Jede Quelle wird vor der Freischaltung geprüft, eingestuft und dokumentiert. Dieser Aufwand pro Quelle ist der Grund, warum die Abdeckung stetig wächst und nicht sprunghaft.
Was du dafür bekommst
Nichts, was andere nicht auch bekommen. Alle Kernfunktionen bleiben offen — eine Plattform, die zeigt, welche Perspektive fehlt, darf keine Perspektive hinter eine Bezahlschranke stellen.
Was dazukommt, ist Einblick: ein monatlicher Werkstattbericht mit den Zahlen hinter dem Projekt — was die Auswertungen zeigen, was schiefgeht und wohin das Geld geflossen ist.
Woher das Geld kommt
Einnahmen und Ausgaben werden jährlich offengelegt.
Sollte Blickwinkel jemals Geld von einer Organisation mit publizistischem oder politischem Interesse annehmen, steht das hier — vor der Annahme, nicht danach. Das gilt auch für Fördermittel.
Die vollständigen Regeln — was Geld nicht kauft und von wem keine Zuwendungen angenommen werden — stehen unter Finanzierung und Einflussgrenzen.
Auch ohne Geld
Wenn gerade nichts übrig ist: Diese drei Dinge sind dem Projekt genauso viel wert.
- Eine Einstufung melden — jede geprüfte Meldung verbessert die Kalibrierung, und entschiedene Fälle werden öffentlich im Archiv dokumentiert.
- Gib eine Story weiter, bei der das Spektrum auseinanderfällt. Blickwinkel wächst über Menschen, die anderen zeigen, was in ihrem Nachrichtenbild fehlt.
- Du arbeitest in einem Team, das Medienbeobachtung braucht? Dann ist Blickwinkel für Teams der Weg, der das Projekt am schnellsten trägt.